Wandschatten

Liebe Gäste,

Wandschatten ist eine private, künstlerische Seite.
Kein Ratgeber. Kein Lehrbuch. Kein Anspruch auf Vollständigkeit und erst recht kein fertiges Werk.

Diese Seiten verändern sich. Texte verschwinden, Bilder bekommen einen anderen Platz, Gedanken widersprechen sich gelegentlich und manches sieht morgen anders aus als heute.

Eher wie ein Bild, an dem weitergemalt wird.

Hier liegen persönliche Gedanken, Erinnerungen, Pflege, Kunst, Kritik, Unsinn und Schatten manchmal ziemlich dicht nebeneinander. Nicht alles möchte ernst genommen werden. Manches allerdings schon – nur entscheide ich nicht immer vorher, welches.

Wandschatten soll keine fertige Wahrheit erklären. Es ist eine private Werkstatt, in der ich Dinge betrachte, verschiebe, auseinandernehme und manchmal wieder zusammensetze.

Wer darin etwas für sich findet, darf es mitnehmen.
Wer nichts findet, war trotzdem kurz da.

Willkommen bei Wandschatten.
Vielleicht öfter wenden.


Wer hier herumläuft?
Hinter Wandschatten steht ein Mensch aus der Pflege. Krankenpfleger seit vielen Jahren und irgendwann ziemlich gründlich zwischen Beruf, Leben und den eigenen Schatten geraten.

Pflege ist deshalb auf dieser Seite keine theoretische Kulisse. Vieles kommt aus Erfahrung, manches aus Erinnerung, manches aus Ärger, manches wird künstlerisch überzeichnet.

Mein erster wirklicher Kontakt mit Pflege war noch keiner im weißen Kittel. 

Im Zivildienst in einer psychiatrischen Klinik begegnete ich Menschen, die als psychisch krank bezeichnet wurden. Mich hat weniger die Diagnose geprägt als die Erfahrung, mit ihnen auf einer Stufe zu stehen. Zu erleben, wie eine Welt von der Patientenseite aussieht. Wer über wen spricht. Wer entscheidet. Wer warten muss. Und wie wichtig Rechte werden, sobald andere anfangen, für einen zu bestimmen.

Meine Krankenpflegeausbildung begann mit evangelischen Diakonie-Schwestern in Mülheim. Danach Psychiatrie als Pflegeschüler mit Zivi-Gedächnis, später mit katholischen Franziskaner-Ordens-Schwestern geprägte Pflegeschule. Verschiedene Häuser, verschiedene Traditionen, verschiedene Vorstellungen davon, was Helfen, Dienen, Verantwortung und Professionalität bedeuten.

Irgendwann stand ich selbst auf der anderen Seite: als Pfleger, später mit Verantwortung und Leitung.

Vielleicht kommt daher ein Teil von Wandschatten. Ich habe Pflege nicht nur als Tätigkeit erlebt, sondern immer wieder aus verschiedenen Blickrichtungen: als Gegenüber, als Pflegender und als Teil eines Systems.

Der Blick des Menschen, über den gesprochen wird, ist mir dabei nie ganz abhandengekommen, eher gewachsen