Pflege beginnt sehr klein.
Eine Zelle braucht Nahrung, Schutz, Austausch und die richtigen Bedingungen, um leben zu können. Ein Mensch auch.
Dazwischen liegen Haut und Gewebe, Organe und Bewegung, Essen, Ausscheiden, Schlafen, Sexualität, Nähe, Erinnerung, Angst, Freude – und irgendwann ein ganzes Leben.
Die Pflege hat gelernt, dieses Durcheinander zu ordnen. In Bedürfnisse, Aktivitäten, Probleme, Ziele und Leistungen. Das hilft. Ich habe viele Jahre so gearbeitet.
Nur darf die Ordnung nicht wichtiger werden als das, was sie eigentlich schützen soll.
Mich interessiert deshalb weniger die perfekte Pflegeschublade als die Frage:
Was braucht dieses Leben gerade, damit es weiterleben, wachsen oder wenigstens ein bisschen leichter werden kann?
Der Pflegekäfer fängt unten an.
Bei dem, was lebt.
Und krabbelt von dort weiter.